Die Peace Parks
Der afrikanische Traum des neuen Jahrtausends

Waren es Träumer oder Visionäre? Wer weiß es schon? Jedenfalls hat jedes Jahrhundert seine "Propheten" hervorgebracht. In die Geschichtsbücher eingegangen sind meistens nur jene, die es schafften, ihre Träume in die Tat umzusetzen.
Die Schutzgebiete und Nationalparks im Südlichen Afrika
Vor hundert Jahren träumte Cecil John Rhodes von einer Eisenbahnverbindung zwischen Kapstadt und Kairo. Heute ist sie längst Realität und gehört zu den nostalgischen Trampelpfaden der Eisenbahn-Freaks.

Burenpräsident Paul Krüger sah die Ausrottung des Wildbestandes durch unersättliche Jäger voraus und träumte von einem Refugium für Tiere. Heute feiert der nach ihm benannte Krüger-Nationalpark sein hundertjähriges Jubiläum. Eine Erfolgs-Story, die ihresgleichen sucht - oder gar gefunden hat? Denn 100 Jahre nach der Gründung des bescheidenen Sabie Sand-Wildschutzgebietes klopft eine neue Vision an die Tür der afrikanischen Geschichte: die Peace Parks.

Die Peace Parks sind eine Vision Anton Ruperts, des Präsidenten des WWF in Südafrika und Joaquim Chissanos, Präsident von Mozambique. Ihre Schirmherren sind die Präsidenten der Länder Botswana, Namibia, Malawi, Mozambique, Südafrika, Zimbabwe und die Könige von Lesotho und Swaziland.

Bevor die Kolonialmächte den Süden Afrikas unter sich aufteilten, ökologisch zusammenhängende Gebiete zerspalteten und künstliche Grenzen errichteten, konnten die Tiere sich frei in alle Himmelsrichtungen bewegen. Dies ist heute längst nicht mehr der Fall.

Doch: Um dies wieder zu ermöglichen sollen neue Natur- und Wildschutzgebiete entstehen und mit bereits bestehenden zusarnmengefügt werden, ohne durch Landesgrenzen behindert zu werden. Sogenannte "transfrontier Conservation Areas" sollen geschaffen werden, auch Peace Parks genannt, da Frieden die Vorraussetzung für deren Aufbau und Fortbestand ist.

Erst wenn die Vision der Peace Parks in Erfüllung gegangen ist, werden sich die Dickhäuter wieder an die Spitze der Tierherden stellen können und vom Kap bis zum Kilimandscharo und vom Atlantik bis zum Indischen Ozean wandern können. Bis dahin ist noch ein langer Weg. Aber die ersten Schritte sind schon vollzogen.

Zur Zeit sind sieben Parks in Planung. Bereits Anfang nächsten Jahres soll der erste Park als Peace Park proklamiert werden: der Kalahan Gemsbok-Nationalpark in Botswana und Südafrika. Anschließend soll der Drakensberg / Maloti-Park zwischen Lesotho und Südafrika entstehen. Die Perle unter den sieben wird der Krüger / Banhine-Zinave / Gonarezhou-Park in Südafrika, Zimbabwe und Mozambique sein: ein Park so groß wie Portugal.

Zwei weitere Parks (der Ais-Ais Richtersveld - und der Gariep-Park) entlang des Gariep (Oranje) - Flusses in Südafrika und Namibia sind geplant, sowie der Dongola / Limpopo Valley-Park im Länderdreieck von Botswana / Zimbabwe und Südafrika und der Maputaland - Park in Mozambique, Swaziland und Südafrika.

Die Peace Parks-lnitiative verfolgt drei Ziele:

die Schaffung von erhaltenswerten Umweltgebieten, die Schaffung von Arbeitsplätzen für die dort ansässige Bevölkerung und den Ausbau der Parks als touristisch nutzbare Destinationen.

In einer Welt, die immer noch von Kriegen zerstört, von Plagen und Umweltzerstörung heimgesucht wird und in der die Menschen durch Schreckensmeldungen verängstigt werden, hebt sich die Peace Parks - Initiative wie ein Traum einer heilen Welt hervon. Ein Traum, der aber gute Chancen hat, realisiert zu werden.

Helfen Sie bei der Umsetzung dieses Traumes mit. Werden Sie Botschafter dieser Idee und gewinnen Sie neue Botschafter hinzu.

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