Das Klima und Wetter
in Südafrika
Niederschläge, Temperaturen und die beste Reisezeit
Sein Übermaß an Sonnenschein verdankt Südafrika dem Einfluß der subtropischen Hochdruckzonen im Indischen und im Atlantischen Ozean.
Das Klima und Wetter in Südafrika
Mit Kapstadts täglicher Sonnenscheindauer von 8,6 Stunden im Jahresmittel kann weder Madrid (7,9) noch Rom (6,5) und schon gar nicht Frankfurt mit 4,2 Stunden konkurrieren. Das der Lage südlich des südlichen Wendekreises (23,7° südlicher Breite) entsprechende subtropische Klima wird gemäßigt durch die beiden Ozeane sowie durch die Höhenlage des Binnenlandes. Beeinflußt wird es auch durch zwei Meeresströmungen: der warme Agulhas-Strom des Indischen Ozeans vor der Ost- und Südküste kommt aus Äquatornähe, der kalte, in der Arktis entstehende Benguela-Strom zieht im Atlantik vor der Westküste nach Norden.

Niederschläge
Südafrika ist ein sehr trockenes Land. Die mittlere Jahresmenge der Niederschläge - 464 mm - liegt erheblich unter dem Weltmittel von 857 mm. Auf 21 % der Fläche regnet es weniger als 200 mm im Jahr. Die als Minimum für landwirtschaftlichen Anbau ohne Bewässerung nötige Niederschlagsmenge von 500 mm wird auf 65 % der Fläche nicht erreicht. Das Land wird von Ost nach West und von Süd nach Nord zunehmend trockener. Der Ostteil Südafrikas liegt im Gebiet der Sommerregen, die meist in Form von kurzen, heftigen Gewitterregen fallen. Im Südwesten der Provinz West-Kap regnet es im Winter; in einem schmalen Gebiet an der Südküste (Gartenroute) kann es das ganze Jahr über zu - meist nur kurz andauernden - Regenfällen kommen. Schnee fällt im Winter gelegentlich in den Drakensbergen und vereinzelt in den Gebirgsketten der Provinz West-Kap.

Temperaturen
Die Temperaturen in Südafrika sind gemäßigter als an anderen Orten entsprechender geographischer Breite (z. B. in Australien), weil der größte Teil des Binnenlandes mehr als 1.000 m ü.d.M. Iiegt. Trotz der Ausdehnung des Landes über 13 Breitengrade ist die Temperatur daher ziemlich einheitlich; die mittlere Jahrestemperatur in Pretoria, das wesentlich näher beim Wendekreis, aber 1.363 m ü.d.M. liegt, ist nur um 0,5°C höher als die von Kapstadt. Durch den Einfluß der Meeresströmungen ist Durban am Indischen Ozean im Jahresmittel jedoch um 60C wärmer als das fast auf gleicher Breite liegende Porth Nolloth an der Atlantikküste. Im Sommer sind im Binnenland - Große Karoo, Freistaat, Kalahari - Temperaturen von mehr als 30°C häufig, die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sowie zwischen Tag und Nacht sind jedoch beträchtlich. In kalten Winternächten kann es hier und in den Gebirgen auch Frost geben.

Die beste Reisezeit?
Da Südafrika südlich des Äquators liegt, beginnt hier der Sommer im Dezember, während es im Juli Winter ist. Aus klimatischer Sicht hat Südafrika aber zu jeder Jahreszeit Erfreuliches zu bieten.

Der Winter, wenn das Gras dürr und Bäume und Sträucher ohne Laub sind, eignet sich hervorragend zur Wildbeobachtung, weil dann das Wasser knapp wird und die Tiere in den Wildreservaten zum Trinken an die Wasserstellen kommen müssen. Es ist trocken und meist sonnig und tagsüber angenehm warm (z. B. um 25°C im Krüger Nationalpark, wo es im Sommer sehr heiß sein kann); die Nächte sind jedoch kühl. An der Ostküste sind die Temperaturen ebenfalls mild; hier lädt der Indische Ozean ganzjährig zum Baden ein.

Der Sommer - Hauptreisezeit der Südafrikaner - ist im ganzen Land sehr warm, an der subtropischen Ostküste meist mit hoher Luftfeuchtigkeit, die im Binnenland jedoch extrem gering ist.

Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen angenehm und die Niederschläge meist gering. In Kapstadt entfällt im März / April der sonst oft unangenehm scharfe Südostwind; meist ist es sonnig und im Weinland werden Trauben geerntet. Für Blumenliebhaber ist der Frühling mit seiner Blütenpracht ein Paradies, das im August / September vor allem im Namaqualand und im Westen des Kaplands zu bewundern ist.

Copyright © Texte und Photos: SAA (South African Airways) / Frankfurt.
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